Mit Yoga durch die Schwangerschaft

Du bist schwanger und willst nicht auf Yoga verzichten? Oder Du nimmst endlich die Gelegenheit beim Schopf und startest Deine eigene Yoga Praxis? Ich möchte Dir hier ein paar Merkmale des Pränatal Yoga zeigen und auch paar nützliche Links geben, damit Du auch daheim nicht auf Deine Praxis verzichten musst.   P1020522


Viele meiner Schülerinnen fragen mich, wie sie daheim üben können und ob es gute Links zu Pränatal Videos gibt. Das habe ich jetzt zum Anlass genommen, meinen Blog mal wieder mit einem Beitrag zu bereichern.

  • Optimalerweise kein Yoga in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten.
  • Sanft und achtsam üben: der Atem sollte immer ruhig fließen können, bei Atemübungen den Atem nicht anhalten.
  • Der Bauch sollte immer weich und entspannt bleiben. Jedes Ziehen muss ernst genommen werden!
  • Wenn es zu anstrengend wird: in die Kindhaltung gehen (Kopf und Oberkörper am besten auf einem großen Kissen ablegen).
  • Keine Sprünge!
  • Immer Raum für den Bauch schaffen: die Füße nicht schließen, sondern hüftbreit positionieren; bei der stehenden Vorwärtsbeuge (Uttanasana) die Knie beugen; bei Vorwärtsbeugen nicht so weit nach vorne beugen, eventuell mit einem Gurt stabilisieren; im Dreieck (Trikonasana) nicht drehen; statt Kobra leichte Rückenbeugen im Vierfüßler-Stand.
  • Keine Rückbeugen aus Bauchlage, bei anderen Rückbeugen den Bauch nur sanft strecken – stattdessen z. B. Rücken und Kopf auf ein Bolster oder eine zusammengerollte Decke legen und so entspannt den Brustbereich öffnen.
  • Keine Übungen, die den Bauch belasten (z. B. Navasana, das Boot), und beim Absenken aus dem Liegestütz (Chaturanga Dandasana) die Knie absetzen.
  • Drehungen immer auf die jeweils andere Seite als gewöhnlich machen (auch “offene” Seite genannt).
  • Umkehrhaltungen sollten bis auf Viparita Karani vermieden werden. Erfahrene können Umkehrhaltungen wie Schulter- oder Kopfstand auf Wunsch an der Wand machen.
  • Wichtig: lange Schlussentspannung in Seitenlage mit einem Kissen oder einer Decke zwischen den Beinen.
  • Nach der Geburt sechs bis acht Wochen Yogapause, danach spezielles Rückbildungsyoga und erst dann, am besten nach Abklärung mit deiner Hebamme oder Gynäkologin, wieder in einen regulären Kurs einsteigen.
  • Singen macht Spaß, ist einfach und steht Dir immer zur Verfügung

    Geistige Nahrung

    bija Hum

    Immer wieder werde ich von Schülern gefragt: was bedeutet das Shanten des Om ? Beim Yoga ist das Singen des Om ein wesentlicher Bestandteil jeder Stunde und wird oft zu Anfang und Ende der Yogapraxis gesungen. Der Laut wird seit Jahrtausenden verwendet, um Körper, Geist und Seele in eine Einheit zu bringen. Die Rezitation von Om bringt den Körper in harmonische Schwingungen, die sich von unten nach oben ausbreiten. Das Chanten von Om kann auch in der Meditation angewendet werden indem man es 5 – 10 Minuten davor rezitiert. Mit einer regelmäßigen Praxis kann das Singen von Om alle depressiven Stimmungen verscheuchen und ein Gefühl der Freude hervorrufen. Chanten, Rezitieren oder ganz einfach Singen ist eine jahrhundertealte Technik, die den Menschen mit sich selbst, dem Universum und dem Geist verbindet. Wir alle wissen, dass der Körper für eine gute körperliche Gesundheit und Glück, ausreichend Bewegung, eine richtige Ernährung und Erholung benötigt. Noch wichtiger und oft übersehen wird die Gesundheit unseres inneren Selbst, es benötigt genauso Nahrung und Aufmerksamkeit um gesund zu bleiben. Wenn wir unser spirituelles, inneres Selbst vernachlässigen, werden wir unausgewogen und negative Haltungen und Emotionen nehmen überhand.

    Finde das Absolute in Dir

    Das OM, A-U-M oder Pranava (sanskrit) ist das erhabenste Symbol der hinduistischen, spirituellen Erkenntnis, das zum ersten Mal in den Upanishaden erwähnt wird. Auch im Buddhismus spielt Om als mantrische Keimsilbe eine Rolle. Es ist sowohl ein Symbol der Form als auch des Klanges. Diese Keimsilbe ist kein Zauberwort und wird auch nicht als Wort an sich betrachtet, sondern ist eine Manifestation der spirituellen Kraft, ein Symbol, das im ganzen Osten verbreitet ist und die Gegenwart des Absoluten in der “Maya”, der großen Illusion, bezeichnet. Auffallend sind die verschiedenen Betrachtungsweisen der Dreieinigkeit in diesem Mantra. Als Beispiele wären zu nennen:

    • Brahma – Vishnu – Shiva * das Absolute
    • Schöpfer – Erhalter – Zerstörer * die dahinter liegende Einheit
    • Vater – Sohn – Heiliger Geist * Dreifaltigkeit
    • Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft * Ewigkeit
    • Physische Welt – Astralwelt – Kausalwelt * alles Einschließende
    • Wachzustand – Traum – Tiefschlaf * Turya (Transzendenz)
    • Sattva (Harmonie), Rajas (Leidenschaft) und Tamas (Trägheit) * Transzendenz
    • Shakti – Verehrer, die Anhänger der weiblich dargestellten Form Gottes, kennen auch eine weibliche Trimurti (Trinität) mit Saraswati der Schöpferin, Lakshmi der Erhaltenden und Kali der Zerstörerin.

    Probiere es selber aus: setze Dich aufrecht hin und beginne mit einem tiefen „A“. Der Laut ist als Vibration im Bauchraum spürbar. Beim Übergang zum „U“ steigt die Vibration die Wirbelsäule nach oben bis in den Brustkorn und Hals um schließlich mit dem „M“ den gesamten Kopf zu erreichen.

    Lustige Anmerkung, gefunden bei meinen Recherchen:
    “Rezitation von OM nicht empfohlen für starke Fleischesser.”

     

     

     

     

     

     

     


     

     

    Irgendwie abschreckend dieses Yoga

     ”Ich bin viel zu unbeweglich um Yoga zu machen”

    Gerade als Anfänger kannst Du relativ schnell die positiven Auswirkungen des Yoga erfahren. Lass Dich nicht von schönen Fotos auf Facebook und Videos auf YouTube einschüchtern. Auch der erfahrenste Yogi, der sich scheinbar schwerelos in die schwierigsten Asanas reinbegibt, hat einmal klein angefangen und ist wahrscheinlich nach seinem allerersten Sonnengruß kollabiert.  Yoga ist für jeden da, egal ob alt oder jung denn er ist schließlich nicht nur ein körperliches Workout sondern besteht aus mehreren Elementen wie Atemtechnik, Mantrenrezitation und Meditation, die genauso wichtig sind, wie die Asanas. Apropos Abschreckend: in der letzten Zeit beschleicht mich öfters das Gefühl, das viele Übende gar nicht mehr erkennen, was Yoga einem geben kann. Yoga bedeutet nicht, mit hunderten von Malas behängt, tollen und vor allem teuren Yogaklamotten in den Stunden zu erscheinen, mit Ehrgeiz seinen Körper in Asanas zu zwängen und eine Ego-Show vom Feinsten abzuliefern. Yoga bedeutet vor allem Innenschau, die Außenwelt draußen lassen zu können, auch in der Kursstunde im schicken Yogaloft. Und das alles am Besten in alten T-Shirts und ausgewaschenen Lieblingsleggins.

    “Yoga ist nur was für Frauen”

    Wie oft habe ich das nun schon von Männern gehört? Meistens gefolgt von dem Satz: “Gelangweilte Hausmuttis machen doch so was am Vormittag.” Stirnrunzelnd überlege ich dann immer, was das mit der Realität zu tun hat? Für manch einen kommt das überraschend, aber tatsächlich waren zu Zeiten Patanjalis (2000 v. Chr.) bis zum Wirken von Sri T. Krishnamacharyas, Männer die einzigen Yogalehrer und Schüler. Krishnamacharya, der Gründungsvater des modernen Yoga war es, der den Yoga weg von den Eliteschichten zurück in die Hände der einfachen Leuten legte – dazu gehörten auch Frauen, Unberührbare und in den 60ger Jahren folgten dann auch erste Europäerinnen wie Devi Indra.  Seine Leidenschaft für Yoga und sein Glaube, dass jeder von der korrekten Anwendung profitieren könne, brachte die aussterbende Kunst zurück ins allgemeine Bewusstsein. Ohne Krishnamacharya würdet Ihr diese Seite sehr wahrscheinlich nicht lesen.  Ich sage dazu nur: Männer traut Euch!

    “Ich habe Yoga schon mal ausprobiert und bin schier eingeschlafen.”

    Ganz ehrlich, manchmal beneide ich Yogaanfänger nicht, wenn ich sehe, wie sie sich quälen, 2 Minuten still zu sitzen, immer wieder darauf hingewiesen werden, die Augen geschlossen zu halten, plus sich auf den Atem zu konzentrieren. Ziemlich viel verlangt und der ganze Spaß soll volle zehn Minuten dauern und mich in meine innere Ruhe bringen? Das fragen sich wohl viele, die zum ersten Mal an einer Yoga Stunde teilnehmen. Zu Deiner Beruhigung, Du bist in bester Gesellschaft. Wenn unser Leben immer komplexer wird, das Alltagstempo manchmal schon unmenschlich ist, und das gepaart mit absoluter Reizüberflutung, dann wird Dein Körper erst einmal hocherfreut sein, sich nach einem ereignisreichen Tag in die Horizontale begeben zu dürfen um zu entspannen. Oder eben in die Anfangsentspannung, wo es natürlich etwas peinlicher ist, wenn man aus dem Schneidersitz schlafend auf die Stirn platscht. Warum ist das nun so? Unser Geist, allzeit unruhig und tagtäglich mit viel zu vielen unnötigen Gedanken vollgestopft, nutzt die Gelegenheit und will seine Aufmerksamkeit nicht auf den Atem und somit zu uns selber lenken sondern er ist viel lieber damit beschäftigt, was Du heute Abend kochen sollst, wie morgen Dein Gespräch mit dem Chef abläuft und warum Deine beste Freundin schon wieder aus einer Mücke einen Elefanten macht. Dabei verlierst Du meistens die komplette Aufmerksamkeit und irgendwann wird es Deinem Körper zu viel: Du schläfst ein. Nun ja, wie sagte schon Patthabi Jois: “Yoga is not easy!”

    Delight in da House

    YOGAEine eigene Homepage? Einen Blog? Ja Mensch, was soll ich da schreiben, was nicht schon hunderte vor mir getan haben? :D Nun gut, das digitale Universum wird sich nun auch mit meinen geistigen Ergüssen herumschlagen müssen. Mitleid ist hier fehl am Platz.

    Ich freue mich, endlich über das Netz erreichbar zu sein und bedanke mich erst einmal ganz herzlich bei allen, die diese Seite möglich gemacht haben.